nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub

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IMAG0437Nun sitze ich hier in Ungarn auf der Badeteich-Terrasse vor dem Notebook und sitze und sitze und weiß vor Schreck gar nicht so genau, was ich schreiben soll. Dabei bin ich so voller Gedanken! Aber ich weiß halt nicht so genau, wo ich anfangen soll zu schreiben, denn nach der Kreuzfahrt im Mai/Juni ist viel passiert!

Schließen wir also am besten direkt nach der Kreuzfahrt an: Wie immer nach einer längeren Abwesenheit warteten daheim viele liegengebliebene Aufgaben in Haus und Hof. Ich war froh dass ich schon vorher geplant hatte, die Pferde erst zwei Tage später wieder zu mir zu holen, sodass ich vorher genügend Zeit hatte, Stall, Paddock & Koppel wieder herzurichten und insgesamt noch ein/zwei klare Gedanken zu fassen. Auf Arbeit war wieder kunterbunt viel los, daher war der Erholungseffekt der Kreuzfahrt recht schnell wieder verflogen und der Alltag brach so rasch und gewaltsam über den ersten Tag herein, dass mir die Reise noch mehr wie ein Traum vorkam.
Nordstern & Aramis benahmen sich bei ihrer Abholung vorbildlich & gingen ohne Beanstandung in Wawi auf den Hänger herauf und in Knauthain gesittet wieder herunter. Die beiden waren während ihres Urlaubs auf dem Bauernhof bei durchgängigem Weideaufenhalt umfangsmäßig in Bauchhöhe um diverse Zentimeter gewachsen und haben die Zeit ganz offensichtlich genossen. Herzlichen Dank noch mal an die Wadewitzer Gutsherren & -herrinnen für die liebevolle Pflege!

In abendlicher Heimarbeit wurschtelte ich mich durch die lange Liste von unbeantworteten Emails und erhielt dabei eine Nachricht, die mein Leben ganz schön ungeplant verändert hat. Über einen etwas weiteren Umweg lernte ich in Wawi nämlich jemanden kennen, der bei mir direkt um die Ecke (oder eher direkt hinter der Bahnschiene) wohnt und innerhalb kürzester Zeit zu meinem weltmeisterlichen Mr. Feels-like-coming-home geworden ist. Ich bin also von nun an zu zweit. Für einen Freiheit-liebenden absoluten Individualisten wie mich eine ziemliche Umstellung – aber ein rundum tolles Gefühl! (außer das mit dem zeitigen Aufstehen… das Angleichen vom Tagesrhythmus fällt mir dann doch ziemlich schwer 😉 )

IMAG0297IMAG0299Nach gefühlten EWIGKEITEN habe ich mit dem besten R. der Welt die alten Zeiten aufleben lassen & war eines schönen Freitagabends mal wieder aus. Nach Vorglühen mit Shisha & Hugo auf R.s Balkon mit Blick auf das Völkerschlachtdenkmal besuchten wir das altbewährte NightFever. Dass unter den ersten Gesichtern, auf die man dort traf sofort alte Bekannte sein würden, hatte ich fast schon irgendwie geahnt… Es war jedenfalls wunderbar: heiß, dunkel, voll, klebrig & musikalisch ausgewogen gut! Außer drei ganz kurzen Pausen tanzten R. & ich durch, waren erst nach vieren wieder daheim & hatten am nächsten Morgen trotzdem wir solche nächtlichen Aktivitäten wirklich nicht mehr gewohnt sind keinen Muskel- oder sonstige Kater.
Achja… der nächste Morgen… da stand ich pünktlich 10:00 Uhr, nachdem ich schon die Pferde versorgt und eine Fuhre Heuballen vor mein Tor gekippt bekommen hatte, inmitten von 600 Schafen & Zeigen und versuchte bei der Impfaktion behilflich zu sein. Am Wochenende davor hatten wir die guten Tierchen bei einer Großaktion im Sonne-Regen-Gewitter-Mix schon entwurmt und somit kann ich inzwischen behaupten, jedes Mitglied der Herde mal angefasst zu haben…

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