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op dem Maat – in Colonia

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Karneval 2014 2

Frühling, Sonnenschein und eine super jecke Zick! Köln war richtig schön! Viele Bützjer bekommen & viele Leute getroffen (in Erinnerung blieben diverse Hamburger & Schotten) – würde in Köln ja gerne zur Abwechslung mal einem ECHTEN Kölner begegnen. Der meist gehörte Song war die atemlose Helene, das altbewährte Kostüm hat brav seinen Dienst getan, unser Schloss an der Hohenzollern-Brücke hängt auch noch, die Spare Ribs beim Stamm-Mexikaner waren mal wieder zum Niederknien gut, hab den ersten blühenden Mandelbaum gesehen & warum man als Zigarre-rauchende Frau so viel Aufmerksamkeit bekommt, verstehe ich immer noch nicht… Kölle Alaaf!

Hiermit auch nochmal ein offizielles: VIELEN DANK! an die lieben Raubtier-Fütterer, die sich während meiner Abwesenheit so hingebungsvoll um die Rabauken gekümmert haben! Was sollte ich nur ohne euch tun!?!

Nachdem der Senior-Chef am Mittwoch 6 Stunden in der Uni-Klink zur OP-Vorbereitung war & am Donnerstag unter Beaufsichtigung von seinem Harem dort einstationiert wurde, warf man ihn kurze Zeit später quasi aus der Narkose heraus wieder aus dem Klinikum, weil man plötzlich feststellte, dass die Herzbefunde nicht mehr aktuell genug waren. – das ist die präzise Arbeit des deutschen Gesundheits-Apparates. Sorry liebe Halbgötter in weiß – für so was kann ich leider kein Verständnis aufbringen! Und das steigert auch kaum mein spärlich vorhandenes Vertrauen in die Ärzteschaft.

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Vollstes Vertrauen habe ich aber zu meinem Mondeo! Nachdem Mr. Unreliable die Ehre hatte, den 99 000. km zu überfahren, haben mein Auto und ich heute die 100 000 km-Marke geknackt. Wie passend, dass dieses Ereignis auf dem Weg nach Wawi passierte…

Apropos Wawi: liebevoll Hand-gestreicheltes Frischfleisch mit Namen wird es nun doch vermutlich erst am 22.3. geben. Den Flyer dafür gibt es bald hier zu sehen.

Karnevals-Nachtrag Nummer 2

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Eine Woche nach dem Ausflug in die Kölner Karnevals-Welt erinnert man sich gern an das Erlebte und freut sich schon aufs nächste Jahr 😀

Die schmucken Spielmannszüge und toll kostümierten Gugge-Bands (ich stehe ja voll auf die Kesselpauken 😉 ), das graue Köln mit den vielen Auslands-Deutschen und abenteuerlichen Akzenten, Gladiatoren mit echter goldener Haut an der Rezeption und und und

weitere Weisheiten, die man aus Köln-Reisen gewinnt:

Die Tücken, zu zweit mit nur einem Koffer zu reisen sind nicht zu unterschätzen! Vor allem, wenn es sich um Personen handelt, die bei Ryanair-Flügen nicht mal allein mit den erlaubten Gepäck-Kilos auskommen und vor noch allerem 😉 wenn man Kostüme mit sich führt, die schon ohne weitere Klamottagen einen Koffer füllen konnten. Irgendwie klappte es trotzdem mit R. und mir und dem EINEN Koffer, auch wenn die Wechselschuhe (die man dann letztendlich gar nicht brauchte… :-/ ) im Handgepäck mitreisen mussten.

Textunsicherheiten bei Kölschen Liedern kann man mit besonders engagiertem Schunkeln, lachen, Bützjer givve oder einem klanglich gut gelungenem „Lalala“ ausgleichen 😉

Es braucht drei Leipziger, um eine zünftige Polonaise durch eine Kölner Kneipe durchzuführen 😀

Selbst wenn man auf dem Bahnsteig auf die Knie geht (aka „sich hinter den Zug wirft“ 😉 aka hinfällt…) erwischt man die S-Bahn nicht, sondern bekommt nur einen blauen Fleck am Knie…

 dancing in the street… 😀

 

Karnevals-Nachtrag Nummer 1

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16.02.

Eigentlich hatte ich mir ja den Donnerstag frei halten wollen, um vor meiner Abreise alles in Ruhe zu erledigen, aber was tut man nicht alles für den lieben Mr. Unreliable… Also fuhr ich – anstatt Koffer zu packen und in Haus und Hof alles für “drei Tage nicht da” vorzubereiten – mit D. bei schönstem Reisewetter nach Magdeburg, um eines meiner genialsten Meetings überhaupt zu erleben und weiter die schöne Tour über u.a. Staßfurt, Aschersleben und Bernburg. Der Rückweg war verregnet und dunkel und nicht wie geplant VOR 17 Uhr, deshalb verpasste ich meinen Arzttermin, kam irgendwann nach Hause gehetzt, um sofort wieder los zu düsen, um R. abzuholen und dann nach einem schnellen warmen Happen Essen vollkommen fertig ins Bett zu fallen (ohne dass der Koffer gepackt war).

17.02

5:30 Uhr -eine Uhrzeit, die mein Handywecker nun so gar nicht von mir kannte. Im Schnellverfahren Kofferpacken (und wie sich später herausstellen würde, so einiges vergessen…), ein halbes Bemmchen hinterwürgen und ab ging die Fahrt zum Flughafen. Beim Security-Check musste ich zusätzlich zum üblichen umständlichen Auspacken vom Netbook und dem Entfernen des Gürtels (dabei hatte ich die rutschende Jeans an… ^^) meine Stiefel ausziehen. – Irgendwann muss ich mal nackt durch das Ding gehen und piepe trotzdem noch!

Der Flug ging pünktlich, der Flieger war zu meiner Verwunderung nicht sonderlich voll. So konnte es passieren, dass in der Reihe neben mir ein Kleinstkind während des 45-minütigen Fluges die ganze Zeit quer über die Sitze turnte. Da es sich dabei recht leise verhielt, hielt ich mich mit Kommentaren darüber zurück, aber dass die Mutter den Kleinen nicht mal während der Landung hingesetzt und angegurtet bekam fand ich dann doch schon kritisch.

In Begleitung von R. und Senora S., welche sich ein bisschen in unserer Destination “Köln” auskannte, ging es mit dem Zug nach Köln-Deutz, wo wir quasi direkt aus dem Bahnhof in unsere Unterkunft stolperten. Von unserem kuscheligen 4er-Zimmer hatten wir einen entzückenden Blick auf die Hohenzollernbrücke und den dahinterliegenden Dom.

Köln präsentierte sich in grauem Gewand bei usseligem Wetter. Die vielen 70er Jahre Bauten und grauen Fassaden rauben der Stadt das Prädikat “hübsch” und erinnerten mich fast ein bisschen an die ein oder andere Stadt-Ecke in Schottland. Der Dom schaut ziemlich beeindruckend aus – von innen UND von außen, aber ist SO touristisch, dass er mir innen fast unpersönlich vor kam, selbst nachdem ich zwei Kerzen für die Großeltern angezündet hatte.

Nach einem Bummel durch die Stadt landeten wir bei einem Italiener und R. bewies erneut seine Beziehung zu Fortuna, weil er aufgrund der Unfähigkeit der kongolesischen Beidenung für zwei Prosecco (5,40€) und eine Pizza (6,50€) nur 5€ zahlen musste. Dafür lud er mich und Senora S. dann zum Glühwein in ein Café ein, in dem wir viel Spaß hatten, denn 85% aller Leute konnten dort die automatische Eingangstür nicht finden (wahrscheinlich war ihnen der Aufdruck “Eingang” zu groß…) und rannten wie die Motten gegen die Lampe immer wieder an das Schaufensterglas.

In einem Faschings- UUUPS…! 😉 In einem Karnevals-Bekleidungs-Laden statteten wir drei uns noch mit den letzten passenden Details aus und machten uns dann in unserer Unterkunft fertig für den Abend.

Auf dem Alter Markt war eine gute Stimmung und ein toller Bowle-Stand. Aber leider mussten wir, gerade als der Sternenzug um die Ecke kam, zum Bahnhof laufen, um den 4. Im Bunde abzuholen.

Trotzdem bekamen wir dann den Großteil der Veranstaltung auf dem Alter Markt mit. Inclusive Guggemusik, dem Funkenmariechen aus der Partnerstadt Peking und DEN BLÄCK FÖÖSS 😀 In diesem Zusammenhang ist loben die Geduld von D. zu erwähnen, der mich mit Kölner-Insider-Tipps versorgte und es aushielt, dass ich ihn live an „Maiers Kättche“ teilhaben ließ…

Die Kostüme von R. und mir kamen sooo gut an, dass drei Japanerinnen Fotos mit und von uns machten – unser bezaubernder Anblick wird also um die Welt gehen 😉  Passend zu dem „die Leute wollen durch die Glasscheibe das Café betreten“-Phänomen erlebten wir noch das „hinter der Bühne geht es nicht lang, aber ein steter Menschenstrom pilgert dahin und wieder zurück, ohne den entgegenkommenden etwas zu sagen“-Phänomen. Besonders beeindruckend: du sagst den Leuten: „Dort geht es nicht weiter!“ und sie lächeln dich nett an und gehen trotzdem weiter, um kurz darauf wieder zurückzukommen, weil sie gemerkt haben, dass es tatsächlich eine Sackgasse ist…

Die Karnevals-Stimmung in der Stadt war jedenfalls sehr mitreißend. Ein ausgelassenes „wir tanzen gemeinsam auf der Straße“-Gefühl und das allbekannte Bützjer givve nach links und rechts :-* das sich auch in den Lokalitäten fortsetzte. Unser Ziel war das Brauhaus Sion, eine gute Adresse mit 90% Kölscher Musik und 100% Spaß.

An diesem Abend trank ich meine ersten Kölsch und bützte zum ersten Mal einen Belgier ^^ , hatte recht bald eine gute Beziehung zum Kellner Claudio und lernte auf der Straße einen „richtigen Seemann“ 😉 kennen… Dieser war eventuell auch Schuld daran, dass unser vierter Mann im Bunde in A-Stellung nach Hause zurück gebracht werden musste…

Und das war erst der Anfang vom Karnevals-Wochenende… Fortsetzung folgt…