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Karnevals-Nachtrag Nummer 1

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16.02.

Eigentlich hatte ich mir ja den Donnerstag frei halten wollen, um vor meiner Abreise alles in Ruhe zu erledigen, aber was tut man nicht alles für den lieben Mr. Unreliable… Also fuhr ich – anstatt Koffer zu packen und in Haus und Hof alles für “drei Tage nicht da” vorzubereiten – mit D. bei schönstem Reisewetter nach Magdeburg, um eines meiner genialsten Meetings überhaupt zu erleben und weiter die schöne Tour über u.a. Staßfurt, Aschersleben und Bernburg. Der Rückweg war verregnet und dunkel und nicht wie geplant VOR 17 Uhr, deshalb verpasste ich meinen Arzttermin, kam irgendwann nach Hause gehetzt, um sofort wieder los zu düsen, um R. abzuholen und dann nach einem schnellen warmen Happen Essen vollkommen fertig ins Bett zu fallen (ohne dass der Koffer gepackt war).

17.02

5:30 Uhr -eine Uhrzeit, die mein Handywecker nun so gar nicht von mir kannte. Im Schnellverfahren Kofferpacken (und wie sich später herausstellen würde, so einiges vergessen…), ein halbes Bemmchen hinterwürgen und ab ging die Fahrt zum Flughafen. Beim Security-Check musste ich zusätzlich zum üblichen umständlichen Auspacken vom Netbook und dem Entfernen des Gürtels (dabei hatte ich die rutschende Jeans an… ^^) meine Stiefel ausziehen. – Irgendwann muss ich mal nackt durch das Ding gehen und piepe trotzdem noch!

Der Flug ging pünktlich, der Flieger war zu meiner Verwunderung nicht sonderlich voll. So konnte es passieren, dass in der Reihe neben mir ein Kleinstkind während des 45-minütigen Fluges die ganze Zeit quer über die Sitze turnte. Da es sich dabei recht leise verhielt, hielt ich mich mit Kommentaren darüber zurück, aber dass die Mutter den Kleinen nicht mal während der Landung hingesetzt und angegurtet bekam fand ich dann doch schon kritisch.

In Begleitung von R. und Senora S., welche sich ein bisschen in unserer Destination “Köln” auskannte, ging es mit dem Zug nach Köln-Deutz, wo wir quasi direkt aus dem Bahnhof in unsere Unterkunft stolperten. Von unserem kuscheligen 4er-Zimmer hatten wir einen entzückenden Blick auf die Hohenzollernbrücke und den dahinterliegenden Dom.

Köln präsentierte sich in grauem Gewand bei usseligem Wetter. Die vielen 70er Jahre Bauten und grauen Fassaden rauben der Stadt das Prädikat “hübsch” und erinnerten mich fast ein bisschen an die ein oder andere Stadt-Ecke in Schottland. Der Dom schaut ziemlich beeindruckend aus – von innen UND von außen, aber ist SO touristisch, dass er mir innen fast unpersönlich vor kam, selbst nachdem ich zwei Kerzen für die Großeltern angezündet hatte.

Nach einem Bummel durch die Stadt landeten wir bei einem Italiener und R. bewies erneut seine Beziehung zu Fortuna, weil er aufgrund der Unfähigkeit der kongolesischen Beidenung für zwei Prosecco (5,40€) und eine Pizza (6,50€) nur 5€ zahlen musste. Dafür lud er mich und Senora S. dann zum Glühwein in ein Café ein, in dem wir viel Spaß hatten, denn 85% aller Leute konnten dort die automatische Eingangstür nicht finden (wahrscheinlich war ihnen der Aufdruck “Eingang” zu groß…) und rannten wie die Motten gegen die Lampe immer wieder an das Schaufensterglas.

In einem Faschings- UUUPS…! 😉 In einem Karnevals-Bekleidungs-Laden statteten wir drei uns noch mit den letzten passenden Details aus und machten uns dann in unserer Unterkunft fertig für den Abend.

Auf dem Alter Markt war eine gute Stimmung und ein toller Bowle-Stand. Aber leider mussten wir, gerade als der Sternenzug um die Ecke kam, zum Bahnhof laufen, um den 4. Im Bunde abzuholen.

Trotzdem bekamen wir dann den Großteil der Veranstaltung auf dem Alter Markt mit. Inclusive Guggemusik, dem Funkenmariechen aus der Partnerstadt Peking und DEN BLÄCK FÖÖSS 😀 In diesem Zusammenhang ist loben die Geduld von D. zu erwähnen, der mich mit Kölner-Insider-Tipps versorgte und es aushielt, dass ich ihn live an „Maiers Kättche“ teilhaben ließ…

Die Kostüme von R. und mir kamen sooo gut an, dass drei Japanerinnen Fotos mit und von uns machten – unser bezaubernder Anblick wird also um die Welt gehen 😉  Passend zu dem „die Leute wollen durch die Glasscheibe das Café betreten“-Phänomen erlebten wir noch das „hinter der Bühne geht es nicht lang, aber ein steter Menschenstrom pilgert dahin und wieder zurück, ohne den entgegenkommenden etwas zu sagen“-Phänomen. Besonders beeindruckend: du sagst den Leuten: „Dort geht es nicht weiter!“ und sie lächeln dich nett an und gehen trotzdem weiter, um kurz darauf wieder zurückzukommen, weil sie gemerkt haben, dass es tatsächlich eine Sackgasse ist…

Die Karnevals-Stimmung in der Stadt war jedenfalls sehr mitreißend. Ein ausgelassenes „wir tanzen gemeinsam auf der Straße“-Gefühl und das allbekannte Bützjer givve nach links und rechts :-* das sich auch in den Lokalitäten fortsetzte. Unser Ziel war das Brauhaus Sion, eine gute Adresse mit 90% Kölscher Musik und 100% Spaß.

An diesem Abend trank ich meine ersten Kölsch und bützte zum ersten Mal einen Belgier ^^ , hatte recht bald eine gute Beziehung zum Kellner Claudio und lernte auf der Straße einen „richtigen Seemann“ 😉 kennen… Dieser war eventuell auch Schuld daran, dass unser vierter Mann im Bunde in A-Stellung nach Hause zurück gebracht werden musste…

Und das war erst der Anfang vom Karnevals-Wochenende… Fortsetzung folgt…

the day after valentine

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Mein Valentinstag war der beste, den ich JE hatte. In Anlehnung an das Gespräch mit D. gestern möchte ich mich hiermit ausdrücklich bei Valentin dafür bedanken und ihn somit mal lobend in den Vordergrund stellen. Der arme Kerl wird sonst ja total vergessen oder missverstanden. Mr. Romance hat seinem Namen alle Ehre gemacht und mir (und das kommt doch recht selten vor) die richtigen Antworten auf meine Fragen gegeben. Ich freu mich schon auf heute abend!

Draußen ist der meiste Schnee weg getaut. Über die Sonne und die milderen Temperaturen freue ich mich sehr, aber der Matsch könnte sich ein bisschen mehr in Grenzen halten…

Es ist übrigens sehr schön, wieder -ohne über Meter-hohe Holzberge zu fallen- hinter in den Gemüsegarten gehen zu können!!! Danke D.!!! 😀