Archiv für den Monat Oktober 2014

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Stimmungs-Status: seit Sommer geht es mir super-gut. Mr. Feels-like-coming-home hat mein Leben auf den Kopf gestellt und mir ganz viel Sonne ins Herz und in den Alltag gezaubert!

Pferde-Status: Die Jungs haben sich hier und da ein kleines Winter-Pölsterchen angefuttert und werden immer pelziger.

Stall-Status: Upgrade- & Anbaupläne.

Urlaubs-Status: Die Landlords sind auf eine warme, sonnige Insel geflogen & gut gelandet. Ich bin also Haus-, Katzen- & Kanarienvogel-Sitter für die nächste Woche.

Arbeits-Status: viele interessante neue Aufgabengebiete.

Wetter-Status: sehr gemischt, aber schöne Sonnenuntergänge.

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back to school

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Ich drücke seit langer Zeit mal wieder die Schulbank: Heute Abend war Theoriestunde bei der Fahrschule angesagt. Nein, kein Idiotentest oder Punkteabbau, sondern ein Upgrade zu dem heutzutage sehr beschränkten EU-Führerschein Klasse B. Na ja ich dachte, mit 3 Pferden, 2 Ponys & einem Auto mit Anhängerkupplung im Haushalt lohnt es sich, einen Führerschein zu besitzen, mit dem man auch tatsächlich einen Autoanhänger bewegen kann, der größer ist als ein Kinderwagen & mehr wiegt als ein Tütchen Haferflocken.

An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei Mr. Feels-like-coming-home bedanken, der mich auf die Führerschein-Klasse B 96 aufmerksam gemacht hat, welche eine super Alternative zur BE ist. Sie ist sowohl schneller & unkomplizierter abzulegen als auch wesentlich Geldbeutelschonender. Und danke auch, dass du mit mir gemeinsam die Fahrschulbank drückst und mir schelmisch zuzwinkerst & mir innerlich die Zunge rausstreckst, wenn unser Lehrer neben den bekannten Weisheiten, mit sinnbildlich erhobenem Zeigefinger an vergessene Wichtigkeiten erinnert & eingeschliffene klischeehafte Angewohnheiten hopps nimmt. (Auch wenn du mir nicht glaubst, dass ich weiß, was über- & untersteuern ist 😛 😀 )

Ich werde weiter berichten, wenn sich die Anhänger-Geschichte in den nächsten Wochen zum Positiven entwickelt. Falls sie sich nicht positiv entwickelt, dann werde ich das gekonnt ignorieren und unter den Teppich kehren 😉

Hengstgrüße von der Koppel

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Hallo, hier spricht der Hengst! Der gelangweilte Hengst! Denn es gab in letzter Zeit für mich nicht viel zu tun. Saskia hatte damit begonnen, das Gras Schubkarrenweise zu Aramis und mir auf den Paddock zu bringen, damit die Koppel sich mal ausruhen kann. Wieso sich eine Wiese ausruhen muss, wenn sie sonst täglich liebevoll von einem attraktiven Hengst beknabbert und sanft mit seinen Hufen massiert wird, verstehe ich zwar nicht so ganz, aber so konnte auch ich, der sonst sehr beschäftigte Hengst, etwas ausruhen. Ich musste beim Fressen von Saskias fach-fraulich aufgeschütteten Grashaufen nämlich nicht laufen, sondern konnte bequem stehen bleiben, den Hinterhuf lässig angeknickt und man konnte das ganze Maul voll Gras nehmen & musste dabei wirklich nichts bewegen, außer seinen Kauleisten!

Das alles war schon nicht schlecht, aber nach 5 Tagen wurde es mir doch halt ein bisschen langweilig dabei! Also fing ich an, meine kreative Seite zu aktivieren und begann, Aramis Schweif nach meinen ästhetischen Gesichtspunkten zu verändern. Meiner Ansicht nach, sollte nämlich der Hengst im Haus die schönsten Haare überhaupt haben! Doch der Haarwuchs von Aramis will sich einfach nicht an diese Regel halten und er hat eine so dichte und lange Wuschelmähne, dass alle Mädchen immer gleich in schmachtendes Seufzen verfallen wenn der Wallach mit seinem Langhaar schüttelt & seinen hellen Wimpern klimpert. Deshalb habe ich wenigstens seinen Schweif fachgerecht mit meinen Profi-Zähnen behandelt und so viele Haare herausgeketscht, dass wenigstens seine massige Kehrseite nicht mal andeutungsweise mit meiner hinteren Eleganz konkurrieren kann.

IMAG0643Um der eintretenden Langenweile noch eins drauf zu setzen, wurde Aramis sehr regelmäßig vom Paddock geholt, ich musste allein bleiben und erst nach über einer Stunde kam Saskia mit dem Wallach wieder. Letztens war Aramis nach diesem Ritual total aufgedreht. Er erzählte von einem großen See und kilometerlangen Wiesen und gefährlichen Bahnschranken und fremden Pferden auf unzähligen Koppeln- das alles hatte er mit Saskia zusammen gesehen. Ich war schon ein bisschen neidisch, dass ich nicht dabei gewesen war!

Aber dann am Samstag kam Saskia mit dem Putzzeug auf den Paddock & hat mich ganz ausführlich mit der Bürste massiert und meinen wundervollen Schweif gekämmt und mir ganz tolle Sachen ins Ohr geflüstert (ich bin nämlich der beste Hengst den sie hat!). Da war ich wieder vollkommen happy. Und heute waren wir auch wieder auf der Koppel. Das Leben ist schon toll auf so einem “Ponyhof”!

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Und dann ging es Sonntagvormittag auch schon wieder zurück. Auf der A9 ein bisschen im Stau und zähflüssigen Verkehr festhängend aber ansonsten voll befriedigt von den Urlaubseindrücken und unserem Reisepartner.
Mission “1. Gemeinsamer Urlaub” erfolgreich zusammen gemeistert! 😀

Ein herzliches Dankeschön, an all die fleißigen Raubtierfütterer zu Hause, die uns diesen Urlaub ermöglicht haben: mein Herzstück(-schweißer) Benni, die allerbeste Franzi der Welt, die verlässlichen Rehbacher & natürlich meine Lieblings-Ellis :-*

einmal um den Starnberger See

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Aufstehen, Duschen, Frühstücken etc. dauerte mal wieder etwas länger als geplant, aber wir hatten ja Urlaub! Und so fuhren wir am Samstag erst 11:30 mit den Rädern los um den Starnberger See zu umrunden. Das Wetter spielte uns in die Karten, denn es war zwar trocken, aber kühl und -wie sollte es anders sein- recht neblig, was für einen perfekten Blick über den See zwar nicht optimal war, dafür waren die Wege wohltuend frei von anderen Radlern, Spaziergängern oder sonstigen behindernden Faktoren. Der Rundweg um den See ist ca. 50 km lang, gut ausgeschildert & befestigt und man kann auch schön zu zweit nebeneinander radeln. Für Mr. Feels-like-coming-home mit seinem Wildnis-erprobten Rad waren unser Durchschnittstempo und die guten Wege zwar ziemlich pille-palle, aber er ließ sich ganz Gentleman-like nichts anmerken und so kam ich, die ich in diesem Jahr bei dieser Tour erst zum 2. Mal überhaupt in diesem Jahr auf dem Rad saß (und die erste Tour war nur kurz an die heimische Badestelle gewesen und zurück), ganz gut voran, nur wenn es bergauf ging wurde ich doch merklich langsamer als 20 km/h…

Nach der reichlichen Hälfte der Strecke machten wir halt in Berg, aßen dort Mittagessen, schauten über den See soweit es Wolken und Nebel zu ließen, amüsierten uns über den Wetterbericht (“es klart gleich auf!”) und lästerten über den Ortsnamen, da man ringsum keinen Berg sah. Wir fanden den Namen-gebenden Berg versteckt zwei/ drei Kurven hinter der Restauration. Auf halben Weg musste ich wegen des hohen Steigungsgrades absteigen & schieben. So rächte sich Berg.

Nachmittags als wir rechtschaffen leicht geschafft wieder am Wohnmobil ankamen, war es immer noch so kühl & unaufgeklart, dass wir nicht mehr lange draußen saßen, sondern bald ins beheizte Wohnmobil hineinzogen und uns köstliche Nudeln mit Würstchen & Mr. Feels-like-coming-homes super-leckeren Garten-Tomaten machten (naja ich geb’s zu: Mr. Feels-like-coming-home hat weltmeisterlich gekocht & ich hab nur ein bisschen mit aufgefüllt 0:-) )

wie die Lemminge in Hohenschwangau

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Nach einem echten Camper-Frühstück mit Frühstücksei & allem Drum und Dran fuhren wir durch eine für meine Vorstellungen von Bayern etwas zu flache aber hübsche grüne Landschaft nach Hohenschwangau, wo dann endlich echte Berge zu finden waren.
Was wir noch vorfanden waren Touristen. Und zwar nicht nur ein paar, sondern Massen um Massen. Busladungen-Weise wurden die Touristen in der Ortsmitte ausgespuckt und individuell Reisende Touristen verstopften vor Ort alle Parkplätze und erdenklichen Zufahrtsstraßen.
IMG-20141007-WA0000Wir stellten das Wohnmobil etwas außerhalb ab und wanderten – das Schloss Neuschwanstein schon im Blick – Orts-einwärts. Angesichts der eben schon erwähnten, wirklich nicht übertriebenen UNGLAUBLICHEN MASSEN an außer- & inner-europäischen Touristen entschlossen wir uns gegen eine Begutachtung des schlössischen Inventars und wanderten lieber um den kristallklaren, in allen Türkis-Tönen schillernden Alpsee herum, die Schlösser stets als malerische Kulisse neben uns. Entgegen des positiven Wetterberichtes blieben die Wolken die ganze Zeit über in den Bergwipfeln hängen und verflüchtigten sich erst, als wir wieder im Wohnmobil saßen & zu unserem nächsten Ziel aufbrachen.

Abends halb acht – es wurde schon ziemlich duster – erreichten wir unseren Campingplatz in Seeshaupt. Wir fanden einen hübschen Stellplatz neben freundlichen Nachbarn aus Biberach und zwei idyllischen Birken, fanden nach einigen Suchen auch den Stromanschlussadapter und liefen dann im Dunkel, der Wegbeschreibung der Campingplatz-Wirtin folgend, zum “Lido”, weil wir (naja ich jedenfalls…) inzwischen reichlich Kohldampf schoben. Erst als wir direkt vor der verschlossenen Tür und den dunklen Fensterscheiben standen glaubten wir, dass die Lokalität heute abend geschlossen hatte. Das hieß: im Dunkeln die Fahrräder aus dem Wohnmobil zaubern, fit machen und ins Nachbardorf St. Heinrich fahren. Dass der Gaststätten-Oberfuzzi in der ersten Wirtschaft am Platz uns mit unechtem Bedauern mitteilte, dass wir ohne Reservierung keinerlei Chancen auf zwei freie Plätze hätten, passte zu unserem nicht vorhandenen Abendbrot-Glück. Mr. Feels-like-coming-home hatte vor Hunger inzwischen schon ganze schwache Knie 😉 aber beim Anlauf Nr. 3 bekamen wir endlich in einem kleinen aber feinen Steakhaus einen Tisch, üppigste gefüllte Teller (ich schaffte nicht mal ganz alles o.O) und erfrischende Getränke. So gestärkt radelten wir im Nu die paar Kilometer zu unserem Wohnmobil zurück und verbrachten den Rest des Abends damit, das Ende von den “Gefährten” zu schauen, wobei mir natürlich die ein oder andere Träne übers Gesicht kullerte – Scheiß Sentimentalität 😉

im Oktober auf die Wiesn

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Stilgerecht mit Feinripp-Hemd und Country-Musik ging es mit dem Wohnmobil ab in den Süden- der Sonne hinterher. Nur leider versank die Landschaft je südlicher wir kamen immer mehr im Nebel. Die Außentemperaturen schwankten sehr abenteuerlich zwischen 9 und 19°C. Und ich persönlich hab ja immer das Gefühl, dass es bergab geht, wenn ich gen Süden fahre… 😉

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IMG-20141005-WA0000Ohne L. meinen Mr. Feels-like-coming-home hätte ich es nie geschafft, alle Aufgaben noch fristgerecht zu erledigen. Jetzt hat der Shetty-Stall neue Tiefstreu, die Rüben für den Winter (dieses Jahr größer und mehr denn je) sind unter Dach & Fach und für unseren geplanten Kurzausflug nach Oberbayern ist genügend Futter und Wasser bereit gestellt, dass die Helfer nur einen geringst-möglichen Aufwand haben. Die Pferde “stehen gut im Futter”, werden während meiner Abwesenheit bewegt & ich hab mir einen Tapetenwechsel mit Verschnaufpause längst schon wieder verdient 😉
Auf einen schönen Urlaub!